Warum ist es so leise um die vielen verschiedenen Best-Ager- / Silversurfer- / Senioren-Plattformen? Bedienen und fördern die Angebote die Interessen und Anliegen der Leute für die sie gemacht sind? Was sind das für Interessen und welche (unbefriedigten, bisher vernachlässigten) Wünsche werden bedient? Wie klar ist die Botschaft und wie überzeugend ist der Kern des jeweiligen Angebots.
Schon zum Einstieg in das Projekt haben wir auf dem Im-Besten-Alter Blog geschrieben, dass sich die meisten Leute nicht über ihre Alter (und auch nicht über ihr Geschlecht definieren, sondern über ihre Interessen, Themen und Lebensumstände. Da klingen dann VIVA49Plus, Lebensfreude50, endlich55 zwar sehr positiv-aufmundernt und ich weiß gleich, dort bin ich willkommen - aber was soll ich da? Wie kommt es an , wenn alle Themen und Angebote die einem wichtig sind / sein könnten, schnurstracks dem Feierabend oder der Freizeit zugeordnet werden. Sind die Gesundheit, das soziales Engagement, die Familie, soziale und finanzielle Sicherheit, die Politik, usw. tatsächlich alles Freizeit-Themen.
Wie sollte man das verstehen, wenn Hubert Burda (Nr. 194 auf der Forbes World's Billionaires 2008 List mit $5.3 Mrd. aufgeführt) alles was er seit dieser Woche auf der neuen Burda Plattform anbietet: Aktuell & Bewegend; Familie & Freunde; Fit & Gesund; Reisen & Genuss; Rätsel, Kultur & Unterhaltung unter das Stichwort 'Freizeit' bzw. 'Freizeitfreunde' (ver-)packt, damit es zur Printmarke passt? Hubert Burda ist jetzt 68 Jahre alt. Ist alles was er seit X Jahren macht, worum er sich sorgt, kümmert eine, seine "Freizeitbeschäftigung“.