Montag, 21. November 2011

Die VDZ Zeitschriftentage | Publishers Night 2011


Part 1: Die VDZ - Zeitschriftentage 2011 | Tag 1 - Live -

Part 2: VDZ Publishers Night 2011 - Verleihung der Goldenen Victoria

Part 3: Die VDZ - Zeitschriftentage 2011 | Tag 2

Heute morgen (Tag 2) startet der Tag laut Programmheft mit einer Medienpolitische Standortbestimmung durch die Bundeskanzlerin Angela Merkel






Foto: Michael Thuleweit






Zunächst erinnert der Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) Hubert Burda was die Zeitschriftenmedien, der Verband von Angela Merkel erwartet, von der Politik fordert.



I. Änderungen im Kartellrecht (weniger Regulierung für Printunternehmen, mehr für Internet-Unternehmen)
II. Netzneutralität nicht nur für Telco-Infrastruktur, sondern Content-Infrastruktur (Google)
III. Leistungsschutzrecht - Fair Search, Fair Share Rahmenbedingungen (für/gegen Google)
IV. Datenschutz - gleiche Spielregeln für alle Wettbewerber (besonders für Internet-Unternehmen)



Nun, Angela Merkel vor lichten Stuhlreihen im Saal Berlin ...

Vereinfachung im Wettbewerbsrecht / Kartellrecht
Grossosystem muss erhalten bleiben, Fusionsrecht muss angepasst werden (der Internationalisierung muss Rechnung getragen werden).

@medienmagazin Merkel: Unbestritten sei [,dass] die Zukunftsfähigkeit des ö/r RF [erhalten werden müsse], aber keine Verzerrung im Markt. [ö/r soll]Texte reduzieren [sich auf Bewegtbild konzentrieren]. Beifall Verleger. #zt2011

Netzneutralität
Dazu gab es nicht zu hören, außer, dass das nicht national zu regeln ist. Mir scheint Burda's Begriff von Netzneutralität im Bezug auf Content-Infrastruktur - auch bei Merkel - noch nicht angekommen.

Leistungsschutzrecht
Ein Leistungsschutzrecht wird kommen, aber nicht alle (ihre) Probleme lösen

@VBM_GSchunk: Merkel "Schutz geistigen Eigentums - Google & Co nutzen Schutzlücke im geltenden Urheberrecht. Wir wollen das Leistungsschutzrecht!

@ChristophKeese Merkel: "Es ist unsere Absicht, das Leistungsschutzrecht für Presseverleger zu verabschieden. Wird aber nicht alle Probleme lösen"

... die ÖR sollen sich im Netz auf Bewegtbild konzentrieren [eine Forderung die wohl dem Auftritt auf den Zeitschriftentagen geschuldet ist]

Die Rede der Bundeskanzlerin Angela Merkel, eigentlich wie jedes Jahr und nicht wirklich Neues. Streicheleinheiten (aber auch Auslassungen) fürs Verlegerherz. #ZT2011


Renate Köcher (IfD) spricht nun über

Die Transformation der Medien und die Folgen für Verlage, Gesellschaft und Politik

Die dialogischen Formen des Internets wird Demokratie lebendiger [und ... stört die alte Medienordnung]

@dwippern: wenn man sich über ein Thema informieren will, deklassiert das Internet alle anderen Medien

Das Internet steht aber nicht nur Information und Informationszeit, sondern wesentlich auch für Kommunikation und Kommunikationszeiten (vor allem in Sozialen Netzwerken).

@bavarianrebell: Köcher Internet bedient aktivierten Informationsbedarf und führt zu einem ereignisgetriebenen Informationsverhalten

Köcher: Es gibt keine allgemeinen negativen Trend in der Zeitschriftenbranche, sondern gute und schlechte Beispiele

Glaubwürdigkeit ist in hohem Maße eine Asset der klassischen Medienmarken, wird aber nicht voll ausgeschöpft, von den klassischen Angeboten.

@bavarianrebell: Köcher ZT2011 Blogs, Soziale Netzwerke und Twitter am Ende des Rankings der Glaubwürdigkeit. Etablierter Qualitätsjournalismus vorne #ZT2011

@berlin_zentrale: Köcher: Aber: Interessenspektrum der jungen Generation engt sich seit '99 deutlich ein ... [vielleicht ist es aber nur ein wenig abwechslungsreicher, weniger stetig

Zum Nachhören auf wwwagner.tv


Die Parteien - Tea Party: Soll man's laufen lassen 


Günter Krings (CDU), Christian Lindner (FDP), Tabea Rößner (Bündnis 90/Die Grünen), Frank Zimmermann (SPD)

Politisches Handeln im Medienwandel - gestalten oder zusehen?

[Ist irgendwie schwierig es allen Lobbygruppen recht zu machen, und da sind dann auch noch die unberechenbaren Aktivisten / Piraten  ... die immer gleich Stunk machen.] Alle Fotos: VDZ, Bildschön